Springe zum Inhalt

Nicht nur für die Katholiken ist seit Aschermittwoch alles vorbei. Egal ob gläubiger Christ oder nicht, viele nutzen die Zeit bis Ostern um zu fasten. Traditionell bedeutet dies der Verzicht auf Nahrung. Gibt es also eine bessere Zeit, um über den Lebensmitteleinkauf zu schreiben?
Nicht wirklich, gerade eine bewusste Ernährung will sorgsam durchdacht sein.

Vorbereitung ist alles!

Ich zähle mich zwar nicht zu den Kleidung-am-Vortag-Herauslegern, schreibe aber mit Vorliebe Listen: To-do-Listen für jeden Wochentag, Packlisten für den Urlaub und Einkaufslisten. Insbesondere bei der Einkaufsliste mag dies sicher auch damit zusammenhängen, dass ich mich durch die Warenpräsentation im Supermarkt nicht inspirieren lasse. Da hab ich einfach keinen Blick für. Ich brauche also bereits im Vorfeld einen Plan, was im Einkaufswagen landen soll.

Woher bekomme ich nun aber meine Inspiration?
Na klar, da ist zum einen die Werbung in Radio, TV und Internet. Hin und wieder google ich nach Rezepten bzw. den entsprechenden Zutaten für Gerichte, auf die ich Appetit habe; und vor dem Wocheneinkauf rufe ich die Website meines Supermarktes auf und informiere mich über die Wochen-Angebote - das nenne ich dann meinen virtuellen Gang durch die Regale.

Den Einkaufszettel schreibe ich mir dann in Brailleschrift auf eine handliche Karteikarte. Mehr zu dieser von Louis Braille entwickelten Schrift und welche Vorteile so ein Einkaufszettel aus Pünktchen hat, kannst Du in meinem Beitrag Gefühlvoll in die graue Jahreszeit - Oder: Fühlen, hören, eintauchen lesen.
Von so einem Einkaufszettel werde ich ja aber nicht satt. Also, ab in den Supermarkt, zum Bäcker oder in den Bioladen meines Vertrauens.

Ran an den Speck!

Die Wege, um an die begehrten Produkte zu kommen, sind vielfältig - online wie offline.
Ich bin ein Freund davon, selbst in den Laden zu stiefeln. Dort sind dann aber, nicht nur im Hinblick auf die Umwelt, die vielen verpackten Produkte ein echtes Problem. Unabhängig vom Inhalt fühlen sich viele Verpackungen gleich an. Doch zugegeben, selbst die Produkte, die man durch ihre Form gut ertasten kann, machen den Einkauf nicht unbedingt leichter - wenn es dumm kommt, muss ich unzählige Tafeln Schokolade in die Hand nehmen, bis ich die gewünschte Marke erwische. Ganz ehrlich, auch blinde Menschen haben pro Tag nur 24 Stunden zur Verfügung, und da ist die Nacht bereits mit inbegriffen.

Ich mag gerne kleinere Läden, in denen man bedient wird, und im Supermarkt greife ich auf die Hilfe der Verkäuferinnen und Verkäufer zurück. Sie gehen gemeinsam mit mir durch den Laden und sorgen dafür, dass die von mir gewünschten Produkte im Einkaufswagen landen. Bei Bedarf kann ich sie aber auch mal nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum fragen - für mich ein echter Vorteil gegenüber Bestellungen im Internet.

Nachdem die Einkäufe in meinen Besitz übergegangen sind, kann ich sie gemeinsam mit der Verkäuferin oder dem Verkäufer so auf Rucksack und Beutel aufteilen, dass ich bereits ein wenig vorsortiert habe - das Problem der Verpackung und damit schwierigen Unterscheidbarkeit bleibt ja nach wie vor bestehen.
Zuhause mache ich mir dann verschiedene Hilfsmittel, vorzugsweise Apps auf meinem Smartphone, zu Nutze, um beispielsweise den Barcode zu scannen und mir per Sprachausgabe den Inhalt der Verpackung ansagen zu lassen.

Ich bekomme jetzt langsam Hunger, vor allem wenn ich daran denke, welche Leckereien ich erst heute wieder nach Hause getragen habe. Fastenzeit hin oder her … anstatt auf Nahrung zu verzichten versuche ich lieber noch sorgsamer darauf zu achten, meinen Hausmüll zu reduzieren.

Bei Fragen, Ergänzungen oder Themenwünschen schreib mir einfach in den Kommentaren. Ich freue mich!

Blind Date mit den Tierchen, die nachts die Kleider enger nähen - Lösung: Shoppen!

Weihnachten ist vorbei, die letzten Silvester-Knaller verraucht … wir schreiben das Jahr 2020 und auch die Anzeige der Personenwaage geht mit der Zeit. Will sagen, sie ist nicht stehen geblieben. Ach was schreibe ich, Du weißt doch sicher was ich meine. Braten, Lebkuchen und Glühwein haben wir auf unseren Hüften erfolgreich ins neue Jahr gerettet. Wir? Ja, wir … also viele von uns. Umsonst liest und hört man derzeit nicht überall Diät-Tipps. Stopp! Ich habe eine andere Lösung.
Pünktlich zum neuen Jahr flatterte bei mir nicht nur der erste Diät-Tipp per Spam-Mail ins Haus, sondern auch der Jahresbonus für das Klamottengeschäft meines Vertrauens. Aber wie mache ich das nun mit all den Farben, Schnitten …?

Grün und Blau schmückt die Sau!

Eine der häufigsten Fragen, die mir gestellt wird ist, wie ich das mit dem Anziehen mache, ob ich mir Farben vorstellen kann. Zunächst einmal ja, ich konnte bis zu meinem 18. Lebensjahr mehr oder weniger gut sehen, zumindest Farben konnte ich erkennen und ich habe eine Vorstellung von Rot, Gelb, Grün und von einem Regenbogen. Auch unter einer Tomate, Himbeere oder Brombeere kann ich mir noch etwas vorstellen. Bei all den Farbabstufungen wird es dann aber tatsächlich schwer bis unmöglich. Da darf ich mich dann nicht zu sehr verbeißen, sonst explodieren all die Farben in meinem Kopf.

Auch von Farbkombinationen, von denen man früher immer sagte das geht nicht, verabschiede ich mich nur langsam. Die Farben muss ich dann vor meinem inneren Auge erst einmal eine Weile auf mich wirken lassen. Manches finde ich dann richtig gut, an manches gewöhne ich mich aber auch nicht - ich glaube das ist dann das, was man persönlichen Geschmack nennt. Eine Verkäuferin meinte einmal: "Sie wissen aber ganz genau was Sie wollen." Na klar, warum auch nicht. Persönlichen Geschmack oder persönlichen Stil legt man ja nicht mit dem Augenlicht ab. Es wird manchmal eben nur etwas schwerer ihn umzusetzen oder zu verfeinern, da man Details nicht einfach irgendwo mal sieht, sondern auf Informationen von Familie und Freunden oder den Medien angewiesen ist.

Entscheidend beim Shoppen ist für mich also zunächst einmal, dass ich jemanden habe, der oder die mir die Farben der Klamotten gut beschreibt. Glücklicherweise arbeitet im Klamottenladen meines Vertrauens eine Verkäuferin, die das wirklich gut beherrscht. Sie weiß auch, welche Farben ich nicht mag und sie sagt mir auch ganz ehrlich, wenn mir eine Farbe nicht steht. Außerdem kennt sie den Inhalt meines Kleiderschranks inzwischen ganz gut - hat sie in den vergangenen Jahren ja tatkräftig mitgeholfen ihn zu bestücken. Das war zum einen sicher geschäftstüchtig, aber auch zu meinem Vorteil, denn so bekomme ich auch immer wieder Tipps womit ich mein neu ergattertes Lieblingsteil gut kombinieren kann. Das ist dann schon einmal mehr als die halbe Miete.

Mein Körper spricht mit mir!

Ist die Farbfrage geklärt, übernimmt den Rest das Körpergefühl. Ich steige also in die Hose, ziehe mir das Oberteil über und höre dann auf mein Körpergefühl. Wenn es sagt: Ja, das bist Du, dann ist eigentlich alles klar. Natürlich bin ich schon so eitel, dass ich mir dann noch mal das optische Okay der Verkäuferin hole, aber in der Regel stimmt das schon mit meinem Gefühl überein. Umgekehrt funktioniert es allerdings nicht. Fühle ich mich verkleidet oder unwohl, kann der optische Eindruck noch so positiv sein - dieses Kleidungsstück wird nicht in meinen Kleiderschrank einziehen.

Bei Schuhen ist es nicht viel anders. Angucken, also ertasten, anziehen und auf mein Gefühl hören. In manchen Schuhen habe ich dann beispielsweise sofort das Gefühl, dass sie mich strecken - bei 1,58 Metern Körpergröße ein nicht ganz unangenehmes Gefühl und entsprechend ein nicht unerhebliches Kaufkriterium.
Manchmal bringe ich auch das zuvor erstandene Kleidungsstück mit und frage nach einem passenden Schuh.

Sollte jetzt der Eindruck entstanden sein, dass ich gerne Shoppen gehe, dann stimmt dies nicht ganz. Lieber gehe ich mit meinem Hund ins Grüne oder in den Delikatessenladen um die Ecke - und am liebsten genau in dieser Reihenfolge. Wie ich nun an all die Leckereien komme, wie ich also meinen Lebensmitteleinkauf organisiere, davon berichte ich beim nächsten Mal.

Fragen, Tipps und Anregungen zum Shoppen sowie all den anderen Themen des Lebens, kannst Du mir wie immer gerne in den Kommentaren hinterlassen.