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Auch ich koche nur mit Wasser

Ob Weihnachtsgans oder Kartoffelsalat, auch in diesem verrückten Jahr 2020 war zum Weihnachtsfest auf eines Verlass: Liebe geht durch den Magen. Also, auch wenn in diesem Jahr das oberste Gebot hieß Abstand von den Lieben halten, so blieb doch eine feste Konstante zum Fest der prall gefüllte Kühlschrank. Doch wie auch in den Jahren zuvor flogen aus dem Kühlschrank keine gebratenen Enten ... die Leckereien wollten vor der festlichen Völlerei erst noch zubereitet werden.

Lange schon möchte ich über das Thema Kochen schreiben. Schließlich habe ich für ein gutes Essen einiges übrig. Doch was soll ich darüber nur schreiben? Außer, dass bei mir das Auge nicht mitkocht, unterscheidet sich das Kochen bei mir … so meine ich jedenfalls … nicht wesentlich von dem was so manch Sehender am Herd tut. Aber warum sollte es auch?

Mein Grundrezept …

Ich nehme für eine warme Mahlzeit gerne Ideen aus dem Internet … klar, kennst du schon, dafür hab ich den Screenreader auf dem PC oder Smartphone, der mir alles vorliest.
Manchmal halte ich mich dann an ein einziges Rezept, ich mixe Rezepte oder wandle sie etwas ab und dann geht's los.

Ich sollte vielleicht vorausschicken: Ich koche, ich backe nicht, denn meine abgespeckte Variante zu Kochen verträgt sich vermutlich mit Kuchen und Co. nicht so gut. Nein, ich will nicht sagen, dass ich an Butter oder Sahne spare, wenn das Gericht es verlangt. Aber ich spare eindeutig an Hilfsmitteln.
Bevor ich Butter mit einer taktilen Küchenwaage abwiege oder Wein in einen taktilen Messbecher gieße, habe ich mit mehr oder auch weniger Gefühl bereits näherungsweise eine Menge abgeschätzt und untergerührt.

Meinem Gefühl hilft allenfalls mal ein Kaffeebecher auf die Sprünge, da ich ja weiß, dass dort so etwa 200 ml reinpassen … manchmal ist es ja vielleicht aber auch egal ob es 200 ml sind, da will ich einfach, dass zumindest die Verhältnisse der Zutaten zueinander ungefähr stimmen. War mein Gefühl nicht angemessen, lässt sich dies meist korrigieren und im schlimmsten Fall gewinne ich an Erfahrung. Wobei, ich behaupte jetzt einfach mal, so wirklich ungenießbar war es noch nie … und über so einen versalzenen Reis kann man sich ja auch einfach mal freuen. Ist er doch ein Zeichen dafür, dass ich verliebt bin.

Manchmal bediene ich mich aber tatsächlich an kleineren Tricks. So habe ich beispielsweise vor kurzem erst gelernt, dass man beim Kartoffelschälen Reste der Schale erfühlen kann, wenn man die geschälte Kartoffel mit Wasser abspült. Darüber hat sich mein Kartoffelstampf mindestens so sehr gefreut wie ich.

Auch für den zielsicheren Griff zu den "Chillischoten feuerscharf" habe ich gesorgt. Alle Gewürze und Zutaten, die nicht ohnehin schon in charakteristischen Verpackungen stecken, habe ich eine Beschriftung in Blindenschrift verpasst; und manchmal hilft auch eine App auf dem Smartphone, welche den Barcode scannt oder mir den Aufdruck auf der Verpackung vorliest. Also, so ein bisschen Struktur verträgt auch mein kreatives Chaos.

Nachschlag …

Jetzt muss man aber auch ganz ehrlich noch hinzufügen, dass diese abgespeckte Variante des Kochens eindeutig etwas mit mir als Typ zu tun hat … also unabhängig davon ob ich sehen kann oder nicht. Ich lebe regelmäßig mit kleineren Brandverletzungen von Herd und Ofen ganz gut, werde mich aber wohl nie daran gewöhnen, mir Ofenhandschuhe zurechtzulegen; genauer: daran zu denken mir diese zurecht zu legen, dies dann auch tatsächlich zu tun und mir dann auch noch über zu streifen, bevor ich einfach nur mal kurz die Auflaufform aus dem Backofen hole.

Und trotz allem bin ich immer wieder begeistert, wenn ich mir die Kataloge von Hilfsmittelfirmen anschaue, was es da alles an praktischen Helfern gibt. Nur warum sollten sie meine Schränke füllen, wenn ich sie doch nicht benutze. Aber einen Blick in die Online-Kataloge kannich tatsächlich nur empfehlen und vielleicht findet sich da ja auch mal ein Geschenk für die Oma mit den alternden Augen, mit der man hoffentlich bald mal wieder zusammen Plätzchen backen kann. In diesem Sinne wünsche ich viel Spaß beim Kochen, eine ordentliche Portion Gesundheit für den Jahreswechsel und jede Menge Gelegenheiten im neuen Jahr wieder gemeinsam mit den Lieben zu schlemmen!

P.S. Wer Tipps für die oben angesprochenen Hilfsmittelkataloge möchte, kann mich gerne kontaktieren.

8 Gedanken zu „Auch ich koche nur mit Wasser

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